Presse-Informationen

München, 9. Mai 2008 (Andreas Schloder)

Oldtimer-Party der Superlative
160 Teilnehmer bei Deutschlands sportlichster Gleichmäßigkeitsfahrt

Bad Aibling. Oberbayern bereitet sich auf Süddeutschlands größtes rollendes Automuseum vor: Am Fronleichnams-Donnerstag, 22. Mai, fällt nahe Bad Aibling der Startschuss zur ADAC Bavaria Historic. 160 Teams nehmen Deutschlands sportlichste Gleichmäßigkeitsfahrt unter die Räder.

Insgesamt 755 Wertungskilometer und die über 160 Zeit- und Durchfahrtskontrollen unter anderem in Traunstein, Mühldorf, Altötting und Wasserburg verlangen drei Tage lang Mensch und Maschine alles ab.

Ruhiger lassen es dagegen die „passiven“ Oldtimer-Liebhaber angehen. An Fronleichnam wird das Gelände von Schloss Maxlrain zur chromblitzenden Flaniermeile für edles Blech. Von 10 bis 17 Uhr schlagen die Herzen der Oldie-Enthusiasten höher, wenn sich über 3000 automobile Klassiker und historische Motorräder vor der stilvollen Kulisse eng aneinandergereiht zur Schau stellen. Egal ob man seltene Vorkriegswagen bevorzugt oder auf Brot-und-Butter-Auto der 60er und 70er Jahre steht: Das „Maxlrainer Oldie-Feeling“ ist in jedem Fall ein Schmankerl für Augen und Ohren. Für Volksfeststimmung sorgen das Antenne Bayern-Kinderland sowie die Live-Musik der „Pee-Wees“ und der „Oiweiumhoibeeife-Jazzband“. Ab 14.30 Uhr schicken die Antenne Bayern-Moderatoren und bekennende Oldtimerliebhaber Wolfgang Leikermoser und Christian Franz die Teilnehmer der Bavaria Historic auf die erste von drei Etappen.

Stars in Blech

Die drei Etappen durch Oberbayern und das Salzburger Land erfordern nicht nur eine eingespielte Teamleistung, auch die Technik muss mitspielen. Das gilt besonders für die Vorkriegsfahrzeuge, wie den äußerst seltenen Rally AZ und mit Baujahr 1924 der Dinosaurier unter den Startern. Ein nostalgischer Gruß aus England kommt in Form von drei wunderschönen Alvis, die in den 30er Jahren im britischen Coventry gefertigt wurden. Aber auch ein Stück deutscher Automobilgeschichte darf nicht fehlen: Mit dem BMW 328 Roadster aus dem Jahre 1939 geht der älteste Klassiker aus heimischer Produktion an den Start. Interessant ist auch die breite Palette an Fahrzeugen aus den 50er Jahren, darunter wahre Perlen wie ein Jaguar XK 120, Mercedes 300 SL, Austin Healey Le Mans oder eine Alfa Romeo Giulietta SS.

Flott und mit viel Lifestyle präsentieren sich die 60er Jahre, unter anderem mit dem „James Bond“ Aston Martin DB 4/5, einem MG C-GTS sowie der britisch-amerikanischen Co-Produktion Shelby Cobra. Doch es geht noch wilder und exklusiver: Lancia Fulvia 1600 HF, Ford Escort RS 2000 und Renault Alpine A110 sind eine Hommage an die Blütezeit des Rallyesports in den 70er Jahren. Besondere Freude herrscht beim ADAC, dass heuer gleich drei seltene Lancia Stratos HF am Start sind. Kein Geringerer als der amtierende Mille Miglia-Sieger Luciano Viaro reist mit einem solchen Boliden an. Fahrer-Legenden wie der Italiener Sandro Munari und der Finne Markku Alén waren damit in der Rallye-Weltmeisterschaft bis zur Einführung des Allradantriebs kaum zu schlagen.

Siegaspirant wird von blinder Beifahrerin navigiert

Viaro ist wie in den Jahren zuvor Titelanwärter Nummer 1. Und er will Bavaria-Geschichte schreiben: Der zweifache Mille-Miglia-Sieger geht wie im vergangenen Jahr mit seiner blinden Beifahrerin Alessandra Inverardi an den Start. Für die Co-Pilotin wird das Roadbook wieder in die Blindenschrift Braille übersetzt. Das Projekt ist viel versprechend: Im Vorjahr hatte das Italo-Duo bis zur letzten Etappe geführt.

Das sind die besten Zuschauerplätze

Die 160 Teilnehmer sind am Freitag und Samstag in voller Fahrt durch Oberbayern zu bewundern. Die idealen Zuschauerplätze sind am Freitag, 23. Mai, die Durchfahrtskontrolle auf dem historischen Stadtplatz von Traunstein (15.10 - 17.50 Uhr) sowie ab 18 Uhr die Zielankunft auf dem Marienplatz in Bad Aibling. Die Etappen-Ankunft bildet zugleich den Auftakt der Aiblinger Oldie Night, mit der die Kurstadt die Oldtimer-Karawane willkommen heißt.

Am Samstag, 24. Mai, betritt die Bavaria mit der Holzland-Etappe Neuland. Bei ihrer Premiere östlich des Chiemgaus steuert das rollende Automuseum unter anderem den Marktplatz von Kraiburg am Inn (10.20 - 13 Uhr), den Stadtplatz von Mühldorf (10.35 - 13.15 Uhr), den Kapellplatz im Wallfahrtsort Altötting (11.35 - 13.55 Uhr) sowie die Herrengasse in Wasserburg (13.55 - 16.30 Uhr) an. Ab 15 Uhr werden die Teilnehmer bei der Zielankunft an der Therme in Bad Aibling für die drei hinter ihnen liegenden, anspruchsvollen Rallye-Tage gebührend gefeiert.

Aktuelle Infos, Zeitpläne, die komplette Starterliste und den Streckenplan gibt es im Internet unter www.bavaria-historic.de

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Wie in den Jahren zuvor lockt die ADAC Bavaria Historic mit wahren Klassikern der Automobilgeschichte, wie hier mit einer äußerst seltenen Shelby Cobra mit 550 Pferdestärken.

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Siegaspirant Luciano Viaro lässt mit dem Lancia Stratos HF, das Weltmeisterschafts-Auto der Rallye-Saison 1976, die Blütezeit des Drift-Sports wieder aufleben.

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